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Lernbelästigung

Das aktuelle Soloprogramm

Auf „Ballkontakt“ folgt „Lernbelästigung“:

Auch in ihrem zweiten Solo-Programm holt die Schlierseer Kabarettistin Christine Eixenberger ihr wahres Leben auf die Bühne. Das Staatsexamen ist geschafft, nun muss sie sich als Referendarin durch den Bildungsdschungel kämpfen, als Teamchefin einer Mannschaft von 23 Rotzlöffeln, die mit einem Bein noch im Sandkasten, mit dem anderen schon in der Pubertät stecken. Und im Unterholz lauern die PISAPrüfer, DAX-Unternehmen schürfen nach Humankapital, und das alles in Christines beschaulicher Grundschule. Am Ende der 4. Klasse wartet der Übertritt, und die Eltern fordern schon zähnefletschend "Gymnasium!", das Ministerium empfiehlt Gruppenpädagogik, Schulbusfahrer Sepp hingegen "a Trumm Fotzen, scho rein prophylaktisch". Kommen Sie, staunen Sie, Eltern, Kinder, Sensationen...

War in ihrem ersten erfolgreichen Bühnensolo "Ballkontakt" noch der Fußballplatz das bevorzugte Forschungsterrain, so gerät in "Lernbelästigung" die Grundschule zum Hexenkessel der gesellschaftlichen Emotionen. Hier ist der Kunde König, hier regieren die Schüler, den Elterngenerationen zum Trotz, und so mancher Kindermund tut die sprichwörtliche Wahrheit kund. Während Politiker und Wirtschaftsverbände sich ins abstrakte Bildungslatein faseln, begegnet der Zuschauer in Christine Eixenbergers neuem Soloprogramm ausgesprochen konkreten Lausbuam und –dirndln, die auf ihre ganz eigene unverfälschte Weise den Erwachsenen den Spiegel vorhalten. Und freilich wird nicht nur fleißig gelernt, sondern auch gesungen: In ihren Liedern lehrt Frau Eixenberger ihrem Publikum das Lehrereinmaleins, und aus Mozart-Melodien wird kindgerechter Gangster-Rap. Auch die Lehrerin selbst bleibt von Lernbelästigungen nicht verschont: Als Single unter Muttertieren bleibt ihr nur die Flucht nach vorn, und da tummelt sich so manches männliche Alpha-Tier. Sexuelle Auslese: Mangelhaft.

 

Text: Christine Eixenberger, Tobias Öller

Dramaturgie: Sabine Schreiber

Musik: Tobias Öller

 

 

Drei Kritische

Preisgekröntes Kabarett aus Bayern

 

Wer beim „Watten“ die Drei Kritischen auf der Hand hat, dem ist der Sieg sicher. Und auch auf der Bühne erlebt man unter diesem Titel drei todsichere Trumpfkarten –

Shooting-Stars des jungen bayerischen Kabaretts haben sich zusammen getan und präsentieren Ausschnitte aus ihren Solo-Programmen.

Franziska Wanninger ist die Senkrechtstarterin der vergangenen Jahre: Schon für ihr erstes Solo-Programm „Just & Margit“ erhielt sie den renommierten Thurn-und-Taxis-Kabarettpreis. In ihrem aktuellen und bereits von der Presse gefeierten Programm „AHOIbe – Guad is guad gnua“ entlarvt sie nun pointenreich, mit kabarettistischer Treffsicherheit und viel Liebe und Gespür für ihre Figuren die Seilschaften, geheimen Wünsche und tiefen Abgründe einer von Perfektion und Außenwirkung besessenen Gesellschaft, für die der Rasenmäherbulldog mit Bierhalterung und der lang ersehnte Thermomix nur kleine Pixel auf dem Weg zum perfekten Gesamtbild sind.

Das Staatsexamen ist geschafft, nun muss sich Christine Eixenberger in ihrem neuen Soloprogramm "Lernbelästigung" als Referendarin durch den Bildungsdschungel kämpfen, als Teamchefin einer Mannschaft von 23 Rotzlöffeln, die mit einem Bein noch im Sandkasten, mit dem anderen schon in der Pubertät stecken. Am Ende der 4. Klasse wartet der Übertritt, und die Eltern fordern schon zähnefletschend "Gymnasium!", das Ministerium empfiehlt Gruppenpädagogik, Schulbusfahrer Sepp hingegen "a Trumm Fotzen, scho rein prophylaktisch". Auch die Lehrerin selbst bleibt von Lernbelästigungen nicht verschont: Als Single unter Muttertieren bleibt ihr nur die Flucht nach vorn, und da tummelt sich so manches männliche Alpha-Tier. Sexuelle Auslese: Mangelhaft. Kommen Sie, staunen Sie, Eltern, Kinder, Sensationen...

Mehrfach preisgekrönt wurden bereits die Kabarett-Produktionen von Tobias Öller, der seit neun Jahren durch die bayerische Kleinkunst-Szene tourt. In seinen Mini-Dramen zeigt er komödiantische Charaktere mit Tiefgang, Menschen auf dem schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Wurschtigkeit, die Welt aus der Sicht von Gastwirten, Stammgästen, Trinkern und Totalversagern, die sich ebenso unfreiwillig wie komisch zu tiefen Einsichten in die Weltordnung aufschwingen. „Kabarett-Gewitter“, „Meisterstück“, „ein genialer Beobachter“ - so urteilt die Presse über Tobias Öller und seine menschelnden Figuren von nebenan. Bei den „Drei Kritischen“ zeigt er Szenen aus seinem aktuellen Best-Of-Programm „Deppendämmerung“ und präsentiert Lieder aus dem Repertoire seiner neuen Musikkabarett-Formation „Ciao Weiß-Blau“.